Kurzhaarteckel von der Porta Westfalica, DTK, VDH, FCI


Warum wir auch Tigerdackel züchten?


Weil die Zucht von anatomisch ansprechenden, arbeitsfreudigen und wesensfesten Tigerdackeln für uns eine Herausforderung darstellt!

Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Hundezucht und wissen daher wie schwierig es ist, gute Tiere zu züchten. Gute Tiere sind für uns gesunde Tiere mit einem ausgeglichenen Wesen und einem ansprechenden Typ und Bau. Wir legen außerdem großes Augenmerk auf wesenfeste Zuchthunde, die ihre guten Veranlagungen im familienahen Umfeld ebenso zeigen wie in der Gebrauchsarbeit und in der Welpenaufzucht. Erst dann folgen die Komponenten Farbe und Zeichnung.

Ein pigmentstarker Dackel ist bei Vorliegen der zuvor genannten Voraussetzungen für uns das ideale Zuchttier.

Neben den roten, braun-roten (Chokolate-Tan) und schwarz-roten (Black-Tan) Kurzhaarteckeln sind im DTK (Deutscher Teckelklub 1888) ebenfalls anerkannt die Tigerdackel in den Farben rottiger, brauntiger und schwarztiger.

Tigerdackel sind Hunde mit Merlezeichnung. Sie werden im DTK aus Nichtigern (rot, schokobraun und schwarz–rot) x Tigerdackel (rottiger, brauntiger, schwarztiger) gezogen. Aus einer Verpaarung von Nichttiger x Tiger fallen genetisch gesehen 50% Tiger und 50% Nichtiger. Die aus diesen Tieren gezogenen Dackel sind sog. heterozygote Tigerteckel, die ebenso gesund und vital sind wie ihre ein- bzw. zweifarbigen Artgenossen ohne Merle.

Eine Verbindung von z. B. rot x brauntiger ist aufgrund zu erwartender farblicher Abweichung vom Rassestandard nicht anzuraten, da hier einige Abkömmlinge die unerwünscht hellen bis fleischfarbenen Näschen, helles Auge und Augenränder und helle Krallen zeigen können. Vitalitätsverluste sind jedoch nicht zu erwarten.

Verpaarungen aus Tiger x Tiger sind nach dem Verbandsstandard des DTK nicht erlaubt, weil aus diesen Verpaarungen nicht durchgehend gesunder Nachwuchs zu erwarten ist. Es können sog.  homozygote Tigerdackel (Double-Dapple-Tan) fallen, die taub, blind oder auch unfruchtbar sein können oder gar tot geboren werden, nur um einige der möglichen genetischen Defekte zu nennen.

Die Tigerzucht ist in Deutschland nicht besonders stark verbreitet, was zum einen daran liegen könnte, dass es bereits schwierig genug ist einen anatomisch ansprechenden, arbeitsfreudigen, ein- bzw. zweifarbigen Dackel ohne Merle zu züchten. Zum anderen erfordert die gewissenhafte Tigerzucht doch ein gewisses genetisches bzw. farbgenetisches Grundwissen und ein gutes Hintergrundwissen zu den Ahnen der Zuchttiere. Linienzucht heißt daher ein weiteres wichtiges Standbein unserer Zucht.

Es entspricht nicht unseren Vorstellungen z. B. irgendeine schwarz-rote Hündin mit irgendeinem Schwarztiger anzupaaren. Aus einer solchen Verbindung sind genetisch gesehen durchaus Tigerdackel zu erwarten, wichtig ist aber für uns, dass aus einer Verpaarung mit einem Tigerdackel neben der Wesenfestigkeit auch anatomisch vielversprechende und schön gezeichnete Tigerwelpen ausschließlich in den Farben des DTK-Verbandsstandards fallen. Unsere Zuchtplanung ist daher darauf ausgelegt, dass in dem zu erwartenden Wurf möglichst alle Tiere farblich, zeichnungsmäßig und anatomisch dem Rassestandard entsprechen.

Ein hochgestecktes Ziel an dem es sich lohnt zu arbeiten.


Die Tigerzeichnung vererbt sich unvollständig dominant. D. h. alle nichtgetigerten Abkömmlinge aus einer Verpaarung mit einem Tiger vererben die Tigerzeichnung nicht weiter. Die Grundfarbe des Schwarztigers ist schwarz mit Brand, da er, wenn er keine Merlezeichnung zeigen würde, ein schwarz-roter Dackel wäre. Die Tigerzeichnung kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In der Regel erkennt man aber direkt nach der Geburt, welche Welpen die Tigerteckel sind. Aber es gibt auch Ausnahmen. Der versierte Zuchtwart wird aber auch einen solchen Welpen als Tigerdackel identifizieren.
Der Merlefaktor sorgt dafür, dass beim Tigerteckel Farbfelder von unterschiedlicher Ausprägung entstehen, die beim Schwarztiger dunkelanthrazit bis silbergrau sein können. Wünschenswert ist eine klar abgegrenzte, gleichmäßige Verteilung zwischen der Grundfarbe Schwarz und der Merlezeichnung über den gesamten Körper. Der Brand des Schwarztigers soll wie beim schwarz-roten Dackel klar abgegrenzt und möglichst satt pigmentiert sein. Genauso wie beim schwarz-roten, roten und schokobraunen Dackel sollen Tigerdackel ein dunkles, mandelförmiges Auge haben. Es kommt aber vor, dass Tigerdackel sog. Blue-Eyes zeigen. Merle kann eben nicht nur auf dem Körper, sondern  auch im Auge sichtbar werden, so dass  dieser Dackel dann ein oder zwei blaue Augen hat. Tigerdackel mit blauen Augen sind zwar nicht erwünscht, gleichwohl dürfen sie aber zur Zucht verwendet werden, denn die genetische Wahrscheinlichkeit, dass ein Tigerdackel mit blauen Augen wieder blaue Augen vererbt ist genauso groß, als wenn man einen Tigerdackel mit dunklen Augen zur Zucht einsetzt.

Mit dem B-Wurf vom 02.07.06 nach unserem Schwarztigerrüden Fandango von der Hallwanger Pferdekoppel und unserer roten Cleo von der Hallwanger Pferdekoppel  ist uns der Einstieg in die Rot- und Schwarztigerzucht gelungen. Von den sieben sehr schön angelegten und allerbestens pigmentierten Welpen zeigen zwei die Farbe rot, ein Dackel ist rotgetigert, drei Teckelchen sind schwarz-rot und 1 Welpe ist schwarzgetigert. Die Tigerwelpen zeigen wie ihr Vater weder Fehlfarben noch Fehlzeichnung und sind sehr schön gezeichnet. Fandango unser Schwarztigerrüde wird bei uns mit Sicherheit weiter zur Zucht eingesetzt.



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